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China Visum für Geschäftsreisen: visumfrei bis 31.12.2026

Deutsche brauchen für eine Geschäftsreise nach China bis 31.12.2026 kein Visum, solange sie höchstens 30 Tage bleiben und nicht arbeiten. Ein Visum brauchst du für längere Aufenthalte, für Montage- und Serviceeinsätze und möglicherweise für Reisen ab 2027.

Stand: Oktober 20266 Min. Lesezeit
Visumfrei
bis 31.12.2026
Dauer
30 Tage je Einreise
Reisepass
6 Monate gültig empfohlen
Arrival Card
online vorab möglich
Meldung
binnen 24 Stunden
Fingerabdrücke
14 bis 70 Jahre

China visumfrei: was für Geschäftsreisen bis 31.12.2026 gilt

China hat die Visumbefreiung für Deutschland bis 31.12.2026, 24:00 Uhr verlängert. Du darfst je Einreise bis zu 30 Tage bleiben. Die Zählung beginnt am Tag nach der Einreise. Reist du am 1. März ein, ist der 2. März dein erster und der 31. März dein dreißigster Tag.

Erlaubt sind laut chinesischem Außenministerium und Visa-Zentrum diese Zwecke:

  • Geschäft, also Meetings, Verhandlungen, Lieferanten- und Kundenbesuche
  • Messen und Ausstellungen
  • Tourismus, Besuche bei Verwandten und Freunden, Austausch
  • Transit

Nicht gedeckt sind Arbeit, Studium und journalistische Tätigkeit. Die Befreiung kannst du mehrfach nutzen. Eine Grenze für die Zahl der Einreisen gibt es laut Visa-Zentrum derzeit nicht. Das Visa-Zentrum empfiehlt, Nachweise passend zum Reisezweck dabeizuhaben: Einladungsschreiben, Flug- und Hotelbuchung.

Willst du länger als 30 Tage bleiben, beantragst du vorher ein Visum. Eine Verlängerung vor Ort bei der Ein- und Ausreisebehörde ist möglich, aber nicht garantiert. Ob deine Reise passt, zeigt dir der Einreise-Check mit Datum und Zweck.

Montage und Service sind Arbeit

Montage, Inbetriebnahme und Serviceeinsätze an Anlagen vor Ort gelten als Arbeit. Dafür reicht weder die Visumbefreiung noch ein Geschäftsvisum (M). Du brauchst ein Arbeitsvisum (Z) bzw. eine Arbeitserlaubnis. Kläre das früh mit deinem chinesischen Partner.

China Einreisebestimmungen: Pass, Arrival Card, Meldepflicht

Reisepass

Laut Auswärtigem Amt muss der Pass bei visumfreier Einreise nur für die Dauer des Aufenthalts gültig sein, mit Visum mindestens sechs Monate. Das Visa-Zentrum Berlin warnt bei weniger als sechs Monaten vor dem Risiko einer Einreiseverweigerung. Plane deshalb sechs Monate Restgültigkeit ein, auch weil Fluggesellschaften beim Check-in prüfen. Die Einreise geht nur mit Reisepass, der Personalausweis reicht nicht.

Arrival Card online ausfüllen

Seit 20.11.2025 kannst du die Einreisekarte vorab online ausfüllen: auf der Website der Einwanderungsbehörde NIA, in der App „NIA 12367“ oder über Mini-Programme in WeChat und Alipay. Du brauchst Passdaten, ein Foto der Passdatenseite, die Flugnummer und deine Adresse in China. Das kostet nichts. Die Karte selbst ist Pflicht. Den Online-Weg empfiehlt das Auswärtige Amt, Papierkarten gibt es weiterhin an den Grenzübergängen.

Fingerabdrücke

Bei der Einreise geben alle Ausländer zwischen 14 und 70 Jahren Fingerabdrücke ab, sofern das technisch möglich ist.

Meldepflicht binnen 24 Stunden

Nach jeder Einreise musst du dich innerhalb von 24 Stunden beim zuständigen Public Security Bureau anmelden. Im Hotel erledigt das die Rezeption beim Check-in. Wohnst du privat, etwa bei einem Geschäftspartner, meldest du dich online über das Mini-Programm „12367“ in WeChat oder Alipay oder über lokale Portale.

Zoll

Fremdwährung ab einem Gegenwert von 5.000 USD musst du anmelden. Bis 20.000 RMB in Landeswährung sind frei. Für Antiquitäten gelten Ausfuhrbeschränkungen.

240-Stunden-Transit

Deutschland gehört zu 55 Staaten, deren Bürger bis zu 240 Stunden visumfrei durchreisen dürfen, an 65 Grenzübergängen in 24 Provinzen. Bedingung: Du reist in ein Drittland oder -gebiet weiter (Hongkong und Macau zählen), hast ein bestätigtes Ticket mit festem Datum und bleibst in den zugelassenen Regionen. Nicht abgedeckt sind unter anderem Xinjiang, Tibet, die Innere Mongolei, Ningxia, Qinghai, Gansu und Jilin. Solange die 30-Tage-Befreiung gilt, brauchst du das kaum. Wichtig wird es, falls sie 2027 nicht verlängert wird.

China Geschäftsvisum (M-Visum)

Ein Visum für Handel und Geschäft brauchst du, wenn du länger als 30 Tage bleibst oder wenn die Visumbefreiung für deinen Reisetermin nicht gilt.

Einladungsschreiben

Dein chinesischer Geschäftspartner oder der Messeveranstalter stellt es aus. Es enthält:

  • zu dir: Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Passnummer
  • zur Reise: Zweck, Ein- und Ausreisedatum, Orte, Beziehung zum Einladenden, wer die Kosten trägt
  • zum Einladenden: Name, Telefon, Adresse, Firmenstempel, Unterschrift des gesetzlichen Vertreters

Fax, Kopie oder Ausdruck genügen. Das Original kann verlangt werden.

Ablauf

  1. Online-Antrag
    Formular im Visa-Portal visaforchina.cn ausfüllen und Unterlagen hochladen. Danach folgt eine Vorabprüfung.
  2. Termin im Visa-Zentrum
    Persönliche Abgabe im Chinese Visa Application Service Center (CVASC) in Berlin, Frankfurt, Hamburg oder München (Antragsteller aus Nordrhein-Westfalen gehen seit November 2023 nach Frankfurt). Zuständig ist das Zentrum für deinen Wohnsitz.
  3. Abholung
    Pass mit Visum abholen. Das CVASC Berlin empfiehlt, bis zu drei Monate vor der Reise zu beantragen. In der Praxis sind die Termine der Engpass.

Kosten

Laut dem Visadienstleister Servisum (Stand Oktober 2026) kostet die Konsulargebühr 45 €. Sie ist um 25 % ermäßigt, die Ermäßigung gilt bis 31.12.2026. Dazu kommt eine Servicegebühr des CVASC von rund 65 €, Express gegen Aufpreis. Prüf die aktuellen Beträge vor dem Antrag auf visaforchina.cn.

Ob beim Antrag Fingerabdrücke abgenommen werden, kommunizieren die Stellen derzeit uneinheitlich. Frag beim Termin im CVASC nach.

Visumfreiheit ab 2027: Stand offen

Stand 07.10.2026 ist keine Verlängerung über den 31.12.2026 hinaus für Deutschland angekündigt. Die bisherigen Verlängerungen kamen im November (2024 am 30.11., 2025 am 03.11.). Ungeklärt ist auch, ob ein Aufenthalt gedeckt ist, der vor dem 31.12.2026 beginnt und ins Jahr 2027 reicht.

So planst du Reisen ab Januar 2027

Plane jede Reise ab 2027 mit Visum-Option: Einladungsschreiben früh anfragen, Pass prüfen, Zeit für einen CVASC-Termin einrechnen. Das gilt auch für die Canton Fair im Frühjahr 2027. Prüf den Stand Anfang Dezember 2026 erneut.

Hongkong und Macau

Hongkong und Macau sind eigene Einreisegebiete. In Hongkong bist du als Deutscher 90 Tage visumfrei. Arbeiten darfst du dort als Besucher nicht, auch nicht unbezahlt. Macau ist laut Auswärtigem Amt ebenfalls visumfrei. Eine Fahrt nach Hongkong oder Macau gilt als Ausreise vom Festland. Kommst du zurück, greift die Visumbefreiung erneut. Reist du mit Visum, brauchst du dafür ein Mehrfachvisum.

Alle Schritte mit Datum und Erinnerung erstellt dir der Reiseplaner.

Häufige Fragen

Wie lange darf ich visumfrei in China bleiben?
Bis zu 30 Tage je Einreise. Die Zählung beginnt am Tag nach der Einreise. Die Regelung gilt für Deutsche bis 31.12.2026.
Gilt die Visumfreiheit auch für Messebesuche?
Ja. Laut Visa-Zentrum sind Messen und Ausstellungen von der Befreiung gedeckt, ebenso Geschäftstermine, Tourismus und Besuche.
Brauche ich für Montage oder Service in China ein Visum?
Ja. Montage- und Serviceeinsätze gelten als Arbeit. Dafür brauchst du ein Arbeitsvisum (Z) bzw. eine Arbeitserlaubnis, ein M-Visum reicht nicht.
Ist die Visumfreiheit für China 2027 verlängert?
Stand Oktober 2026 nicht. Frühere Verlängerungen kamen jeweils im November. Plane Reisen ab Januar 2027 mit Visum-Option.
Was kostet ein China-Geschäftsvisum?
Laut Visadienstleister Servisum 45 € Konsulargebühr (ermäßigt bis 31.12.2026) plus rund 65 € Servicegebühr des Visa-Zentrums. Prüf die Beträge vor dem Antrag auf visaforchina.cn.