Es gibt zwei Arten von Lounges. Airline-Lounges gehören einer Fluggesellschaft und lassen meist nur Gäste der Business oder First Class und Vielflieger mit Status hinein. Unabhängige Lounges werden von Flughäfen oder Dienstleistern betrieben und nehmen auch Mitglieder von Lounge-Programmen oder zahlende Gäste auf. Für Geschäftsreisende zählen vor allem ein ruhiger Platz zum Arbeiten, stabiles WLAN, Steckdosen und eine Dusche vor dem Termin.
1. Vielfliegerstatus
Ab einer bestimmten Statusstufe im Vielfliegerprogramm einer Airline darfst du deren Lounges unabhängig von der gebuchten Klasse nutzen, oft auch die Lounges der Partner-Airlines in derselben Allianz. Den Status erreichst du über Flüge oder Umsätze innerhalb eines Jahres. Lohnend ist das, wenn du ohnehin regelmäßig mit derselben Airline oder Allianz fliegst. Prüf, ob der Zugang auch bei Flügen innerhalb des Schengen-Raums gilt und ob du einen Gast mitnehmen darfst.
2. Lounge-Mitgliedschaftsprogramme
Programme wie Priority Pass oder DragonPass öffnen gegen Jahresgebühr Lounges an vielen Flughäfen weltweit, vor allem unabhängige. Je nach Tarif sind Besuche frei oder kosten extra, und Begleitpersonen zahlen oft eigene Gebühren. Schau vor dem Abschluss nach, welche Lounges an deinen wichtigsten Flughäfen und Terminals dabei sind. LoungeBuddy, früher eine bekannte Plattform für Einzelbuchungen, wurde eingestellt und verkauft seit Januar 2025 nichts mehr.
3. Kreditkarte mit Lounge-Leistung
Einige Kreditkarten, vor allem Premium- und Firmenkarten, enthalten eine Lounge-Mitgliedschaft oder eine Zahl freier Besuche. Dahinter stehen oft Programme wie LoungeKey, die es nur über den Kartenausgeber gibt. Achte auf das Kleingedruckte: Wie viele Besuche sind frei, was kostet jeder weitere, darf eine Begleitperson mit, brauchst du eine eigene Mitgliedskarte oder reicht die Kreditkarte? Rechne die Jahresgebühr der Karte gegen die Besuche, die du wirklich nutzt.
4. Tagespass
Viele unabhängige Lounges und manche Airline-Lounges verkaufen Einzelbesuche, an der Rezeption oder vorab online. Der Lounge-Dienstleister Collinson bietet etwa mit Lounge Pass Einzelpässe ohne Mitgliedschaft an. Für gelegentliche Reisen ist das der einfachste Weg. Der Zutritt hängt aber von der Auslastung ab; ohne Vorabbuchung ist ein Platz nicht garantiert.
5. Upgrade
Ein Upgrade in die Business Class schließt den Lounge-Zugang in der Regel ein, ob per Meilen, per Gebot oder gegen Aufpreis am Check-in. Wie du Upgrades bekommst, steht im Ratgeber Business Class günstig buchen. Manche Airlines verkaufen den Lounge-Zugang auch einzeln als Zusatzleistung.
Worauf du beim Lounge-Zugang achten solltest
- Terminal und Bereich: Die Lounge muss hinter deiner Sicherheits- und Passkontrolle liegen. Schengen- und Nicht-Schengen-Bereich sind oft getrennt.
- Zeitfenster: Viele Lounges lassen dich erst eine bestimmte Zeit vor dem Abflug hinein.
- Begleitung: Ob und zu welchen Kosten Kollegen mitkommen dürfen, regelt jedes Programm anders.
- Kosten: Ob die Firma Einzelbesuche oder eine Mitgliedschaft übernimmt, steht in der Reiserichtlinie. Beleg aufheben.
- Arbeiten: Ruhezonen, WLAN und Steckdosen unterscheiden sich stark. Erfahrungsberichte anderer Reisender helfen bei der Auswahl.
- China: WLAN in China ist chinesisches Netz, westliche Dienste sind darüber gesperrt. Firmen-Mail und Co. laufen über die Daten deiner Roaming-eSIM.
- Kein Grund für einen teureren Flug: Eine Lounge allein rechtfertigt selten einen Aufpreis. Vergleiche Flüge nach Gesamtkosten im Flug-Vergleich.
Die genannten Programme sind Beispiele ohne Rangfolge. Preise und Leistungen ändern sich häufig; maßgeblich sind die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.