So zahlst du in China
| Zahlungsmittel | Wofür | Hinweis |
|---|---|---|
| Alipay, WeChat Pay | Alltag: Taxi, Restaurant, Metro, Läden | mit deutscher Kreditkarte, bis 200 RMB je Zahlung gebührenfrei |
| Bargeld (RMB) | Reserve | Händler müssen Bargeld annehmen |
| Geldautomat | Bargeld abheben | Automaten großer Banken nehmen meist Visa und Mastercard |
| Kreditkarte direkt | dort, wo akzeptiert | immer in RMB abrechnen lassen |
Alipay und WeChat Pay
Laut Auswärtigem Amt laufen die meisten Zahlungen über Alipay oder WeChat Pay. Beide Apps nehmen deutsche Kreditkarten, ein chinesisches Konto brauchst du nicht. Bis 200 RMB je Zahlung ist es gebührenfrei, darüber fallen 3 % auf den gesamten Betrag an. Die Einrichtung Schritt für Schritt: Alipay und WeChat Pay.
Bargeld
Das Auswärtige Amt empfiehlt, in jedem Fall vorsorglich Bargeld dabeizuhaben. Akku leer, App gesperrt, Karte abgelehnt: Dann hilft nur Bargeld. Händler sind verpflichtet, es anzunehmen. Bei der Einreise musst du Fremdwährung ab einem Gegenwert von 5.000 USD anmelden. Bis 20.000 RMB in Landeswährung sind frei.
Geldautomat und Kreditkarte
Geldautomaten großer Banken wie Bank of China, ICBC, China Construction Bank (CCB) und Agricultural Bank of China (ABC) akzeptieren in der Regel Visa und Mastercard. Wenn der Automat oder das Kartenterminal dir die Wahl zwischen Euro und RMB anbietet, wähl immer RMB. Die Umrechnung in Euro übernimmt dann deine Bank, meist zu einem besseren Kurs. Prüf vor der Reise, ob deine Karte ein Auslandseinsatzentgelt kostet.
Fapiao: die offizielle Rechnung in China
Ein Fapiao (发票) ist der von den chinesischen Steuerbehörden anerkannte Beleg. Kassenbon, Quittung und Kreditkartenbeleg sind kein Fapiao. Bei Hotel, Restaurant oder Taxi bekommst du es nicht automatisch. Du musst es anfordern.
Formen
- Für Privatpersonen oder Firmen: Auf dem Fapiao steht entweder dein Name oder der Firmenname.
- Allgemeines oder spezielles Umsatzsteuer-Fapiao: Das spezielle Fapiao brauchen nur Firmen, die in China Vorsteuer abziehen. Für dich als Geschäftsreisender ist das allgemeine Fapiao der Normalfall.
- E-Fapiao: Inzwischen wird meist ein voll digitalisiertes Fapiao mit 20-stelliger Nummer ausgestellt. Nötig sind nur Firmenname und Steuernummer des Käufers, ein Stempel ist nicht erforderlich.
Fapiao anfordern
- Danach fragen
Sag an Rezeption oder Kasse „fāpiào“ und nenn den Käufer, also deinen Namen oder den Firmennamen. Am besten zeigst du ihn auf dem Handy, auch auf Chinesisch, falls es einen chinesischen Firmennamen gibt. - Steuernummer klären
Für chinesische Firmen gehört die 18-stellige Steuernummer (Unified Social Credit Code) dazu. Deutsche Firmen ohne chinesische Steuernummer lassen in der Praxis den Firmennamen ohne Nummer oder den eigenen Namen eintragen. Wie deine Buchhaltung es haben will, klärst du vor der Reise. - E-Fapiao sichern
Hotels stellen das E-Fapiao oft per QR-Code oder E-Mail aus. DiDi, Alipay und WeChat haben eine eigene Rechnungsfunktion. Speichere die Datei sofort. - Echtheit prüfen
Die chinesische Steuerverwaltung bietet eine Online-Prüfung unter inv-veri.chinatax.gov.cn.
Das Fapiao weist oft nur „住宿费“ (Unterkunft) aus. Für die Reisekostenabrechnung in Deutschland brauchst du meist die Aufteilung nach Übernachtung, Frühstück und Extras. Lass dir deshalb zusätzlich die Hotel-Einzelaufstellung (Folio) geben.
Reisekostenabrechnung nach der China-Reise
Für die Verpflegung gelten in China 2026 Pauschalen von 48 € je vollem Tag und 32 € für An- und Abreisetag. Peking hat einen eigenen Satz von 57 €, Hongkong von 83 €. Für die Pauschalen brauchst du keine Einzelbelege. Für Hotel, Taxi, Bahn und Bewirtung sammelst du Fapiaos, beim Hotel zusätzlich das Folio.
Ob und wie sich chinesische Umsatzsteuer zurückholen lässt, klärst du mit deiner Steuerberatung. Im Reiseplaner fotografierst du Belege unterwegs und bekommst am Ende eine Abrechnung als PDF und CSV.