Warum WeChat für Geschäftsreisen wichtig ist
WeChat, in China Weixin genannt, ist der wichtigste Kanal zu chinesischen Geschäftspartnern. Kontakte tauschst du per QR-Code, zusätzlich zur Visitenkarte. Mit WeChat Pay zahlst du im Alltag, und über Mini-Programme erledigst du zum Beispiel die Arrival Card oder die Online-Meldung über „12367“.
WeChat Pay einrichten in 5 Schritten
- App laden und Konto anlegen
Lad WeChat aus dem App Store oder von Google Play und registrier dich mit deiner deutschen Handynummer. Nimm deinen echten Namen und ein seriöses Profilbild. Dein Gegenüber sieht beides beim Kontaktaustausch. - Freundesbestätigung, falls verlangt
Bei neuen Konten kann WeChat verlangen, dass ein bestehender Nutzer dich bestätigt. Für WeChat Pay soll das nach neueren Berichten nicht mehr nötig sein. Gesichert ist das nicht. Richte das Konto deshalb früh ein und frag notfalls einen Kollegen oder Geschäftspartner, der WeChat schon nutzt. - WeChat Pay aktivieren und Karte hinterlegen
Aktivier in WeChat die Bezahlfunktion und füg eine internationale Karte hinzu. Laut Stadtregierung Peking gehen Visa, Mastercard, American Express, JCB, Discover und Diners Club sowie UnionPay. Ein chinesisches Bankkonto brauchst du nicht. - Mit dem Reisepass verifizieren
Foto der Passdatenseite, teils mit Gesichtserkennung. Bei WeChat dauert das laut Erfahrungsberichten oft nur Sekunden. Erst danach gelten die vollen Limits. - Limits ansehen
Die chinesische Zentralbank erlaubt für ausländische Karten bis zu 5.000 USD je Transaktion und bis zu 50.000 USD pro Jahr. Für WeChat Pay nennen manche Quellen niedrigere Grenzen in RMB. Maßgeblich ist, was die App für dein Konto anzeigt.
Gebühren und Neukundenaktion 2026
Zahlungen bis 200 RMB sind gebührenfrei. Darüber fallen 3 % auf den gesamten Betrag an. Die Schwelle gilt je Transaktion.
Wer zum ersten Mal eine internationale Karte in WeChat Pay verknüpft, zahlt laut Stadtregierung Peking (Stand März 2026) 60 Tage lang keine Gebühr auf Tagesumsätze unter 1.000 RMB. Die Ersparnis liegt bei höchstens 30 RMB je Transaktion. Prüf in der App, ob die Aktion für dich noch gilt.
Dazu kommt gegebenenfalls das Auslandseinsatzentgelt deiner Bank.
Visitenkarten per QR-Code tauschen
In China wird nach dem Kennenlernen oft sofort WeChat ausgetauscht. Einer zeigt seinen persönlichen QR-Code, der andere scannt ihn und schickt eine Kontaktanfrage. Das ist in China oft wichtiger als die Papierkarte.
- Leg deinen QR-Code griffbereit, etwa als Bild in der Fotos-App. Das spart Zeit in vollen Messehallen.
- Ergänze nach jedem Gespräch eine Notiz zum Kontakt: Firma, Messe, Thema. Nach drei Tagen Messe weißt du sonst nicht mehr, wer wer war.
- Nimm trotzdem zweisprachige Visitenkarten mit. Was dabei gilt, steht unter Geschäftsetikette.
Das Auswärtige Amt rechnet damit, dass Online-Aktivitäten in China überwacht werden. Stimm mit deiner Firmen-IT ab, welche Unterlagen du über WeChat teilst.
Richte zusätzlich Alipay ein, dann hast du einen zweiten Weg zum Bezahlen. Was noch fehlt, zeigt der China-Check.