Was im Internet in China gesperrt ist
Über chinesische Mobilfunknetze und WLAN sind unter anderem diese Dienste nicht erreichbar:
- Google-Dienste: Suche, Gmail, Maps, Drive, Meet, YouTube
- WhatsApp, Telegram
- Facebook, Instagram, X
- zahlreiche westliche Medien
Google Übersetzer ist auf dem Festland eingestellt. Für Übersetzungen nimmst du Apps, die offline arbeiten oder in China verfügbar sind. Eine Liste findest du bei den Apps für China.
| Dienst | Chinesisches Netz und WLAN | Hinweis |
|---|---|---|
| Google, Gmail, Maps | gesperrt | über Roaming oder Reise-eSIM meist erreichbar |
| gesperrt | über Roaming oder Reise-eSIM meist erreichbar | |
| Microsoft 365 der Firma (Outlook, Teams, OneDrive) | grundsätzlich erreichbar | teils instabil, Desktop-Apps statt Browser |
| Teams Free (privates Konto) | nicht verfügbar | seit 28.07.2026 auch auf Desktop und Web |
| funktioniert | wichtigster Kanal zu chinesischen Partnern |
WhatsApp und Google in China
Internationale Reise-eSIMs und das Roaming deutscher Anbieter leiten den Datenverkehr in der Regel über einen Knoten außerhalb Chinas. Dann laufen WhatsApp, Gmail und Google Maps über mobile Daten. Das ist eine Folge der Netzführung und keine Zusage der Anbieter. Wie du die passende eSIM auswählst, steht unter eSIM für China.
Mit chinesischen Geschäftspartnern kommunizierst du ohnehin über WeChat. Richte es vor der Reise ein: WeChat einrichten.
Outlook, Teams und Microsoft 365
Microsoft-365-Konten deiner Firma, die außerhalb Chinas betrieben werden, sind grundsätzlich erreichbar. Wegen überlasteter grenzüberschreitender Leitungen laufen sie aber teils instabil. Microsoft empfiehlt, die Desktop-Apps zu nutzen statt des Browsers.
Die kostenlose Privatversion Teams Free mit persönlichem Microsoft-Konto ist in China nicht mehr verfügbar. Mobil war sie schon vorher gesperrt, seit 28.07.2026 auch auf Desktop und Web. Teams für Arbeit und Schule ist laut Microsoft nicht betroffen. Für Calls mit China nimmst du das Firmenkonto.
Hotel-WLAN
Hotel-WLAN ist eine chinesische Inlandsverbindung. Westliche Dienste sind dort gesperrt. Lass die mobilen Daten deiner eSIM an und verbinde den Laptop über den Hotspot. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Online-Aktivitäten überwacht werden können.
VPN in China: die Rechtslage
Das Auswärtige Amt stuft die Nutzung von VPN-Diensten zur Umgehung der staatlichen Internetzensur seit Inkrafttreten des chinesischen Cybersicherheitsgesetzes als verboten ein. Trotz verbreiteter Nutzung besteht laut AA jederzeit das Risiko einer Strafverfolgung, auch mit vorläufiger Inhaftierung.
Nach chinesischem Recht sind nur behördlich genehmigte grenzüberschreitende Verbindungen zulässig. Für Geschäftsreisende wiegt das Risiko schwer: Ausreisesperren können laut Auswärtigem Amt unter anderem bei Strafverfahren verhängt werden. TRIPORYX nennt deshalb keine VPN-Anbieter und gibt keine Anleitung.
Diese Wege bleiben dir
- Roaming oder Reise-eSIM
Für E-Mail, Messenger und Karten auf dem Handy reicht das in der Regel. Der Laptop hängt am Hotspot. - Firmen-IT einbinden
Für Unternehmen gibt es genehmigte Lösungen: lizenzierte internationale Standleitungen bzw. SD-WAN über chinesische Netzbetreiber. Frag deine IT, ob deine Firma so etwas nutzt und wie du darauf zugreifst. - Reisegeräte mit wenig Daten
Das Auswärtige Amt rechnet damit, dass Daten auf Geräten eingesehen und kopiert werden können, besonders wenn sie im Hotelzimmer bleiben. Nimm Laptop und Handy mit möglichst wenig Daten mit und stimm das mit der Firmen-IT ab. - Offline vorbereiten
Präsentationen, Adressen und Unterlagen für Termine speicherst du vor der Reise lokal. Dann hängt kein Meeting an einer instabilen Verbindung.
Ob Netz, Apps und Bezahlen startklar sind, zeigt dir der China-Check.